Foto und 3D Druck in einem

Fotos machen unsere besonderen Momente unvergessen. Natürlich kann kein Foto der Welt die Magie des Augenblicks einfangen. Aber mit moderner Technik gelingt uns dies immer mehr.
Auf einem Konzert sind Smartphones kaum mehr wegzudenken, obwohl doch am nächsten Tag Videos überall im Netz zu finden sind. Der Augenblick wird nicht mehr genossen, es soll so viel wie irgendwie möglich für andere festgehalten werden.

So kann Technik dazu führen, dass wir die besonderen Momente nicht mehr zu schätzen wissen. Manchmal sagt ein einzelnes, besonderes Foto mehr, während viele andere es nicht können. So fühlen wir uns in die Zeit zurückversetzt.

Ein Abbild des Hier und Jetzt erschaffen

Dem besonderen Anliegen widmet sich das innovative Unternehmen Trim3nsion. Die Firma bietet einen Body Scanner, den sogenannten „Scan Twister“ an. Dieser erstellt ein 3D Abbild einer beliebigen Person innerhalb von wenigen Sekunden. Das 3D Modell kann anschließend begutachtet werden und so wird im Handumdrehen aus dem Modell eine 3D-Minatur-Figur als exakte Kopie erstellt. Dies gelingt mittels eines genialen 3D Druckers. Eine Echtfarbtextur macht dieses Modell zu etwas ganz Besonderem.3d figur in axeman 3d

Der Scannerturm ist in vier Einzelteile zerlegbar und kann auch für besondere Veranstaltungen, wie Messen gebucht werden. Natürlich wäre ein solcher Scannerturm auf jeder Hochzeit ein Highlight, aber dies würde wohl die meisten Hochzeitsbudgets um ein Vielfaches übersteigen.

Ein einzelnes Abbild hingegen ist bereits für etwa 100 Euro zu erhalten. So kann eine besondere Szene nachgestellt und mittels einer etwa 10 cm großen Figur festgehalten werden.
Besondere Farben der Kleidung verleihen der Figur dabei etwas mehr Ausdrucksstärke.

Als Werbekampagne, Marketingidee oder nettes Geschenk

Selbstverständlich sind die Figuren auch bestens geeignet, um die Wirkung eines neuen Stils zu entdecken oder eine Präsentation in einer neuen Art und Weise durchzuführen. Marketingtechnisch werden die 3D Abbilder sicherlich ein Hingucker sein.

Doch die Kosten werden leider für größere Projekte noch ein Manko darstellen.

Ein 3D Fotoshooting hingegen wird bestimmt ein einmaliges, exotisches Geschenk. Die Idee, einen besonderen Moment zu zementieren, kann mittels der modernen 3D Druck Technik des Unternehmens realisiert werden.

Aber machen Sie sich doch selbst ein Bild.

 

Die Schattenseite des 3D Drucks

In einer Welt, die sich durch Fortschritt auszeichnet, bleiben auch, wie bei jeder Erfindung, Schattenseiten nicht aus. Ein 3D Drucker kann nicht nur viele Arbeitsschritte vereinfachen und das Leben erleichtern. Genauso gut wird es möglich, mit Hilfe des Novums zu töten.

Der Bau einer Waffe

Der US-Amerikaner Cody Wilson entwickelte im Mai 2013 eine Schusswaffe, die mittels eines handelsüblichen 3D Druckers hergestellt werden kann. Er sammelte über die Non-Profit Organisation „Defense Distributed“, welche er zu diesem Zweck gründete, Kapital, um den Bau der Waffe zu verwirklichen. Die Waffe hat Cody Wilson dann passend zu seiner Philosophie „Liberator“, also Befreier oder auch Erlöser genannt.

Foto: 3dprint.com

Foto: 3dprint.com

Die Details des Waffenbaus

Die Waffe wurde aus handelsüblichem ABS-Kunststoff entwickelt. Dieser wird u.a. in der Elektro- oder der Automobilindustrie verwendet. Die Waffe besteht aus 16 Einzelteilen. Das einzige nicht aus Kunststoff bestehende Teil der Schusswaffe ist der Schlagbolzen. Den Schlagbolzen stellt jedoch ein einfacher Nagel dar, wie er in jedem Baumarkt zu finden ist. Die Waffe ist jedoch nur begrenzt funktionsfähig und verschleißt nach dem ersten Schuss so stark, dass das Abfeuern eines weiteren Schusses wohl nicht mehr möglich ist.

Konsequenzen der 3D Druck Waffe

Nachdem Cody Wilson die Baupläne der Waffe online auf der Plattform von „Defense Distributed“ veröffentlicht und diese zum freien Download angeboten hat, wurden die Baupläne innerhalb kurzer Zeit etwa 100.000 Mal runtergeladen.

Das US-Außenministerium reagierte und verbot die Verbreitung der Pläne unter Verweis auf die Verletzung von US-Waffenexport Vorschriften.

Derzeit werden noch immer rechtliche Schritte geprüft, ob und inwieweit eine Veröffentlichung von Waffenbauplänen verboten werden kann. Inwieweit Freiheit mit einer Waffe zu tun hat, muss dabei jeder für sich selbst entscheiden. Da jedoch das amerikanische Volk ein etwas anderes Verhältnis zu Waffen und deren Besitz hat, darf eine Entscheidung doch mit einer gewissen Spannung erwartet werden.

Das enorme Sicherheitsrisiko einer Plastikwaffe zeigt sich bei sämtlichen Sicherheitskontrollen. Die Schleusen in Gerichten oder bei einzelnen Behörden sind genauso gefährdet, wie die Flughafensicherheitskontrollen. Wenn potenziell jeder Besucher eine Waffe selbst ausdrucken und bei sich führen kann, so wird die Wirkung einer Sicherheitsschleuse nahezu ausgehebelt.
Obwohl die Pläne der 3D Druck Waffe sehr schnell wieder von der Website von „Defense Distributed“ gelöscht worden sind, so sind diese doch vielfach kopiert worden. Pläne zum Bau der Waffe finden sich demnach auch heute noch in diversen illegalen Tauschplattformen.

Abgesehen von diesem ersten Test einer Waffe ist leider davon auszugehen, dass dies kein Einzelfall bleiben wird und der Bau einer noch effektiveren Waffe bereits in Planung ist.

 

Internetdienste stellen durch 3D Drucke stabile Objekte nach Ihren Ideen her

Heutzutage müssen Sie sich nicht mehr mit einem Modellbausatz begnügen, wenn sie zu Hause etwas basteln wollen, sondern haben sogar die Möglichkeit, völlig eigene Ideen in die Realität umzusetzen. Dafür müssen Sie lediglich ein entsprechendes 3D Objekt an ihrem Computer erstellen, dies im Internet bei einem der mittlerweile zahlreichen Anbieter von 3D Drucken hochladen und schon nach wenigen Tagen wird Ihnen Ihr fertiges Wunschobjekt per Post oder Paketdienst nach Hause zugestellt. Dabei können Sie sicher sein, dass das Modell ihrem Entwurf entspricht und natürlich sind Ihnen derartige Internetdienste auch dabei behilflich, wenn es darum geht, die Computerdatei ihres 3D Modells für den Druck in die richtige Form zu bringen. 
Eine derartige Bestellung für einen 3D Druck ist in wenigen Augenblicken erledigt. Bei den meisten Anbietern müssen Sie sich nur kurz registrieren und dadurch Ihr Benutzerkonto eröffnen. Im Anschluss daran können Sie direkt die Computerdatei Ihres Modells für den 3D Druck hochladen. Ihre Dateien werden natürlich von dem Internetdienst automatisch noch einmal überprüft, um sicher zu stellen, dass das Objekt, das Sie an Ihrem PC erschaffen haben, auch in 3D druckbar ist. Gerade wenn Sie noch nicht so häufig ein 3D Modell erstellt haben und sich unter Umständen erst kürzlich in eine entsprechende 3D Applikation eingearbeitet haben, sind Ihnen vielleicht ein paar typische Anfängerfehler unterlaufen, da beim Erstellen eines Objektes, das später im 3D Druckverfahren hergestellt werden soll, wirklich einige Feinheiten beachtet werden müssen.  
Wenn Ihr Modell alle Tests beim Hochladen für den 3D Druck bestanden  hat, haben Sie noch die Möglichkeit, ein bestimmtes Druckmaterial auszuwählen, mit dem Ihr Modell in  3D gedruckt werden so und können auf Wunsch auch noch Größenveränderungen vornehmen, wobei Ihnen immer gleich der jeweilige Preis für den 3D Druck angezeigt wird. Wenn dies alles erledigt ist und Sie mit dem kalkulierten Preis einverstanden sind, können Sie Ihr Modell, so wie Sie das vermutlich auch schon von anderen Online Shops kennen, in Ihren virtuellen Warenkorb legen und im Kassenbereich die Bezahlung erledigen. Hierfür werden in der Regel mehrere gängige Zahlungsoptionen, wie Zahlung per Kreditkarte, PayPal, Skrill/Moneybookers, Direktüberweisung und einige andere angeboten,  die für Bezahlungen im Internet gängig und sicher sind. Nach wenigen Tagen wird dann Ihr gedrucktes 3D Objekt in gut verpacktem Zustand bei Ihnene zu Hause angeliefert.

Mit der  3D Drucktechnik ist schon fast so gut wie alles möglich
Mit 3D Drucktechniken lassen sich heutzutage, um bei unserem Beispiel Modellbau zu bleiben, sogar Objekte mit frei beweglichen Komponenten ohne Probleme herstellen. Industriell wird das   Verfahren des 3D Drucks schon seit längerer Zeit für die Entwicklung von Prototypen und die Herstellung kleiner Auflagen eines bestimmten Produktes genutzt. Die Druckmaterialien sind mittlerweile dahingehend für  den 3D Druck optimiert, dass sie sogar den Belastungen der  täglichen Benutzung mühelos standhalten.
Auch für rein praktische und kostensparende Zwecke im alltäglichen Leben,  sind 3D Drucke mittlerweile geeignet. Wenn zum Beispiel ein Teil einer beweglichen Tischlampe zerbricht, die in der Anschaffung 79 Euro gekostet hat und der Hersteller keine Ersatzteile liefert, kann man sich das zerbrochene Teil via 3D Druck besorgen. Hierfür müssen Sie das fehlende teil lediglich an Ihrem PC in einer entsprechenden Datei erstellen, beziehungsweise können das von einem entsprechenden Anbieter für 3D Drucke für sich erledigen lassen und den entsprechenden 3D Druckauftrag erteilen. Die bekanntesten Anbieter von 3D Drucken für Privatkunden dürften derzeit Sculpteo, i materialise, Shapeways und fabberhouse sein.

Edle 3D Druckmodelle selbst gemacht
Auch wenn Sie zugegebenermaßen einiges beachten müssen, wenn  Sie ein 3D Druckmodell selbst erstellen wollen, müssen Sie sich definitiv nicht in Unkosten stürzen, um sich eine neue und unter Umständen auch sehr hochpreisige 3D beziehungsweise CAD Software anzuschaffen, mit der Sie am Computer ein 3D Modell konstruieren können. Mittlerweile gibt es derartige Software, die zumindest für den  Anfang in jedem Fall ausreichen sollte, sogar als kostenlose Freeware im Internet. Ein gutes Beispiel für ein derartiges kostenloses Programm ist zum Beispiel die Software SketchUp, mit der Sie, wenn Sie sich mit dem Programm etwas vertraut gemacht haben, tolle 3D Grafiken, die auch für den 3D Druck geeignet sind, selbst erstellen können. 
Einige Grundbedingungen sind allerdings bei den unterschiedlichen Anbietern für 3D Drucke zu beachten. Die Anbieter verfügen nämlich über verschiedene 3D Drucker, die unterschiedliche Größen bei den in 3D zu druckenden Modellen zulassen. So beträgt die maximale zulässige Größe Ihres Modelles für den 3D Druck zum Beispiel bei „fabberhouse“, 200 mm x 200 mm x 150 mm, während Sie bei „i materialise“, Objekte in 3D drucken lassen können, die bis zu 2,10 Meter lang sind. Es gibt also in Bezug auf die Größe, von in 3D gedruckten Objekten, durchaus eklatante Unterschiede zwischen den einzelnen Anbietern. Auch die jeweiligen Spezifikationen für minimale Wandstärken und Spaltmaße, variieren von Anbieter zu Anbieter. Das gleiche gilt natürlich für die Materialien, aus denen das betreffende Objekt im 3D Druck hergestellt werden soll. 
Grundsätzlich gilt, dass Sie Ihre am Computer erstellten 3D Objekte genau prüfen müssen, bevor Sie sie für einen 3D Druck bei einem Anbieter im Internet einreichen. Andernfalls können Sie unliebsame Überraschungen erleben, auch wenn der jeweilige Anbieter Ihre Dateien noch einmal auf „Wasserdichtigkeit“ überprüft hat. Sonst kann es leider häufig dazu kommen, dass einzelne Teile nicht zu einander passen und ein Objekt, dass Sie beweglich gestalten wollten, schlichtweg nicht funktioniert, weil es starr angeliefert wird. 
Für Objekte, die in mehreren verschiedenen Farben oder mit Beschriftungen in 3D gedruckt werden sollen, verwenden die Anbieter von 3D Drucken, in der Regel die Drucker der Firma Z Corporation, in denen ein besonderes Pulver für die 3D Drucke verarbeitet wird, dass während des Druckvorgangs eingefärbt wird.
Als Standardformat für die Dateien, die Ihr Modell enthalten, das in  3D gedruckt werden soll, hat sich STL etabliert, das für Standard Triangulation Language und Surface Tesselation Language steht. Sämtliche Anbieter von 3D Drucken verlangen Vorlagen im STL Format. Für 3D Drucke in Farbe können Sie Ihre Texturen und die eigentlichen Geometriedateien in eine ZIP- oder RAR-Datei packen . Hierbei ist das gängige Dateiformat VRML-Standard oder X3D, wobei die Anbieter in der Regel auch mit dem Dateiformat der SketchUp Software klarkommen.